Drehstähle Erläuterung

Drehstähle

Auf dieser Seite möchte ich Dich gerne über verschieden Arten von Drehstähle informieren:

 

Allgemein ist zu sagen, dass es zwei unterschiedliche Arten von Drehstählen gibt. Dies sind zum einen Drehstähle aus HSS und zum anderen Drehstähle, die sich aus zwei Komponenten zusammensetzten (Halten und Schneidplatte). Diese werden Hartmetall Drehstähle genannt, da auf den Halter die Wendeschneidplatte aus Hartmetall entweder geschraubt oder geklemmt wird.

Für den Heimgebrauch eignen sich jedoch ehr Drehstähle aus HSS, da diese beliebig angeschliffen werden können aber dazu komme ich im Folgenden noch zu sprechen.

 

Drehstähle

 

Drehmeißel

 

HSS Drehstähle bestehen aus einem hochlegierten korrosionsbeständigen Werzeugstahl, der es ermöglicht selbst niedriger legierte Werkzeugstähle auf spanende Weise zu bearbeiten. Selbstverständlich ist das Bearbeiten anderer Materialien, wie Baustählen, hochlegierten Stählen oder Kunststoffen ebenso möglich.

 

HSS Drehmeißel sind zumeist mit Titannitrid beschichtet, um sie dadurch noch widerstandsfähiger zu machen und somit eine noch bessere Bearbeitung zu ermöglichen.

 

Der Unterschied zwischen HHS Drehstählen und Hartmetall Drehstählen besteht darin, dass HSS Drehstähle wesentlich stoß- und vibrations unempfindlicher sind, wo hingegen Hartmetall Drehmeißel eine höhere Belastung der Schnittdaten aushalten, was demzufolge eine wirtschaftlichere Bearbeitung ermöglicht.

 

In der Rubrik der Hartmetalldrehmeißeln wird grundsätzlich zwischen zwei Arten unterschieden. Die damaligen Drehmeißel hatten einen Schaft aus nichtrostenden Stahl und die Hartmetallplatte wurde auf diesen Schaft gelötet. Dies hatte den Vorteil, dass die Platte einen sehr guten Halt auf dem Schaft besaß und man kann diese an- beziehungsweise nachschleifen wenn die Platte allerdings zerbrach musste man eine neue auflöten oder den kompletten Halter wegwerfen.

 

Diese Drehmeißel sind allerdings in manchen Bereich immer noch gängig und eignen sich durchaus für eine gute Bearbeitung.

 

Drehstähle

Drehmeißel

 

Die dritte Variante sind die Drehmeißel mit austauschbarer Wendeschneidplatte, welche heute auch in der Industrie für automatisierte Bearbeitungsabläufe nicht mehr weg zu denken sind, die aber selbst im Hobbybereich oder in der Einzelteilfertigung auch zu finden sind.

 

Hierbei ist der grundlegende Vorteil, dass die Schneidplatte bei Verschleiß oder Bruch gewechselt werden kann und es können dem zu Folge die verschiedensten Schneidplatten für unterschiedliche Materialanforderungen oder Rauhtiefen (unterschiedliche Schneiden Radien) gewählt werden.

 

drehstahl

Drehmeißel

 

Im nun Folgenden möchte ich auf spezielle Drehstähle eingehen:

 

Stechstähle:

Stech- oder Einstechstähle sind Werkzeuge, mit denen man Nuten in Werkstücke einbringen kann. Des weiteren sind sie geeignet um fertige Werkstücke von beispielsweise einem Stangenmaterial abzustechen.

In der Regel besitzten Stechstähle eine rechtwinklige Schneide, die parallel zum Werkstückdurchmesser angeordnet ist. Viele geläufige Nuten für zum Beispiel Dichtringe oder Nutensteine besitzen solch eine rechtwinklige Form. In besonderen Fällen jedoch kann eine benötigte Nut aber auch eine Vollradienform oder eine Radienform besitzen, bei der die Schneidplatte entsprechend die spezielle geometrische Form besitzt.

Mehr zu diesem Thema findest Du auf meinem Blogartikel.

 

drehstähledrehstähle

 

 

 

 

 

 

 

drehstähledrehstähle

 

 

 

 

Auswirkung und Funktion des Schneidenradius

 

Der Schneidenradius an einer Werkzeugschneide eines Drehstahls ist für die Robustheit zuständig. Wenn eine Werkzeugschneide keinen  Radius besitzen würde, würde sie bei der Bearbeitung schlichtweg abbrechen, da die Kräfte besonders an diesem Bereich zu hoch für einen Schneidenradius gleich Null wären. Die meisten Drehstähle für das Schrupp-und Schlichtdrehen besitzen einen Schneidenradius mit einem R0.4mm oder einen R0.8mm. Jed größer der Schneidenradius ist, umso robuster ist die Schneide an sich. Sie kann dann also mehr Schnittkraft vertragen.

 

Einen großer Schneidenradius wird außerdem Bei einem unterbrochenen Schnitt gewählt, damit die Schneide nicht bricht. Ein weiterer Vorteil eines großen Schneidenradius ist, dass mehr Vorschub für eine gute Oberfläche gewählt werden kann. Auch ist mit einem großen Schneidenradius (zum Beispiel R1,2mm) die Bearbeitung hochlegierter Stähle wesentlich einfacher, da bei einer geringen Schnitttiefe und einem hohen Vorschub besonders in diesem Fall ein guter Bruchspan zustande kommen kann.

 

Beim Schichten sollte allerdings darauf geachtet werden einen ehr kleinen Schneidenradius (zum Beispiel R0,4mm) zu wählen, weil hierbei eine bessere schneidene Wirkung erzielt werden kann, als bei einem großen Schneidenradius.

 

 

drehstähle